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Inhaltsangabe
Hoffmanns Erzählung
spielt in Paris im Jahre 1680. Das 73jährige Fräulein von Scuderi ist
eine sehr angesehene Schriftstellerin und kennt König Ludwig XIV. Zu dieser
Zeit geschehen in Paris viele Morde, deren Opfer durch einen Dolchstich
mitten ins Herz getötet werden. Alle Morde geschehen nach dem gleichen
Prinzip: Immer sind die Opfer adelige Männer, die mit einem Schmuckgeschenk
auf dem Weg zu ihren Geliebten sind, und immer wird dieses Schmuckstück
gestohlen. Die Liebhaber verlangen nun, etwas gegen diese Mörder zu tun.
Bei einem Gespräch mit dem König sagt das Fräulein von Scuderi:" Ein Liebender,
der Diebe fürchtet, ist der Liebe nicht würdig." Diese Worte gefallen
dem König, und deshalb ordnet er an, die Ermittlungen nicht zu verschärfen.
Kurz darauf bringt ein Mann nachts eine Schmuckschatulle mit einem Brief
zum Fräulein von Scuderi. In diesem Brief bedankt sich die Mörderbande
für die Worte, die die Scuderi gesagt hat. Das Fräulein ist verängstigt
und bittet die Maitresse des Königs um Hilfe. Sie finden heraus, dass
der Schmuck von Rene Cardillac, einem angesehenen Pariser Goldschmied,
stammt. Eines Tages fährt das Fräulein von Scuderi in einer Glaskutsche
durch Paris, als der Mann, der ihr auch den Schmuck brachte, einen Zettel
in die Kutsche wirft. Auf diesem wird sie aufgefordert, den Schmuck binnen
zwei Tagen zu Cardillac zu bringen; sonst sei ihr Leben gefährdet. Das
Fräulein von Scuderi geht aber erst nach drei Tagen zu Cardillac und sieht
gerade noch, wie seine Leiche weggebracht wird. Cardillac ist durch einen
Dolchstich mitten ins Herz ermordet worden. Sein Lehrling Olivier Brussons,
dessen Freundin Madelon, die Tochter Cardillacs, gewesen ist, wird verhaftet.
Das Fräulein kümmert sich um Madelon, und nach einigen Gesprächen mit
ihr glaubt sie, dass Olivier unschuldig ist. Sie will ihm helfen und besucht
ihn im Gefängnis. Mit Schreck bemerkt sie, dass Olivier der Mann ist,
der ihr den Schmuck und die Botschaft überbracht hat, und glaubt nun selbst
nicht mehr, dass er unschuldig ist. Olivier will nun allerdings seine
Aussage nur in Gegenwart des Fräulein von Scuderi machen. Bei dem Gespräch
stellt sich heraus, dass Olivier der Sohn der ehemaligen Pflegetochter
der Scuderi ist. Olivier erklärt, dass Rene Cardillac, der sich nie
wirklich von seinen Schmuckstücken habe trennen können, der Mörder
gesuchte Möreder ist. Er habe ihn einmal bei einem Mord beobachtet;
habe aber der Polizei nichts gesagt, weil er Angst gehabt habe, Madelon
so zu verlieren. Bei einem weiteren Mordversuch sei Cardillac von einem
Offizier getötet worden. Dieser Offizier sei geflohen, weil er nicht in
die Morde verwickelt werden wollte. Er selbst habe die Leiche ins Haus
gebracht und sei so des Mordes verdächtig geworden.
Nachdem sich der Offizier bei ihr gemeldet hat, hofft die Scuderi auf
einen glücklichen Ausgang. Das Verfahren braucht jedoch seine Zeit, aber
am Ende geht tatsächlich alles gut aus. Olivier und Madelon heiraten,
müssen aber Paris verlassen.
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